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Ausbildung der griechischen Steuerbehörden nach deutschen Vorschriften

Publiziert am 26.Januar.2016 von Abraam Kosmidis
Steuerwesen_Zusammenarbeit_Griechenland_DeutschlandDie Gemeinsame Absichtserklärung, welche die griechische Regierung in den kommenden Tagen mit dem Finanzminister des Landes Nordrhein – Westfalen unterschreiben soll, sieht unter anderem die Ausbildung der griechischen Steuerbehörden in den speziellen Bildungszentren des Bundeslandes vor, die sich insbesondere auf eine engere Zusammenarbeit der beiden Seiten hinsichtlich der Bekämpfung der Steuerhinterziehung beziehen wird.Anlässlich seines bevorstehenden Besuches in Athen, erklärte der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Herr Borjans, dass nach einem gemeinsamen Entschluss beide Seiten eine Belehrung der griechischen Steuerbeamten über Steuerkontrollen, Steuerberechnungen, Überprüfungen der hohen Einkünfte sowie der Unternehmen als äußerst nützlich halten. Zudem können die griechischen Beamten die Arbeitsweise des Amtes für Wirtschaftsdelikte, seine Datenbewertung sowie die Durchführung von Prüfungen und Recherchen ausführlich verfolgen.Herr Borjans erläuterte zudem, dass nach einer entsprechenden Vorbereitung die Fortbildungsseminare für die griechischen Partner umgehend beginnen könnten, wobei der Sommeranfang als der realistischste Zeitpunkt erscheint. Obwohl sich momentan das entsprechende Bildungsprogramm zunächst auf 50 Beamte beschränkt, zielt es künftig auf die Ausbildung sämtlicher Steuerbeamten ab.Der Finanzminister fügte noch hinzu, dass Griechenland seine Handlungsfähigkeit nicht nur durch eine Kürzung der Ausgaben bewahren kann, sondern durch Förderung der Investitionen und Finanzierung des sozialen Zusammenhalts, was jedoch mithilfe von Staatseinnahmen erzielt werden kann. Ein Antrag auf Hilfeleistung kann in Europa nur angenommen werden, wenn die erzielbaren Einnahmen auch tatsächlich bewirkt werden können. Diese Unterstützungsinitiative wird für beide Seiten vorteilhaft sein.Ende November übergab Herr Borjans den griechischen Behörden eine Liste mit mehr als 10.000 Daten griechischer Einleger mit Bankkonten in der Schweiz.Die Gemeinsame Absichtserklärung wird von der griechischen Seite vom stellvertretenden Finanzminister, Herrn Alexiadis und dem stellvertretenden Justizminister, Herrn Papagelopoulos unterzeichnet werden.  


Griechenland nimmt Auslandsüberweisungen ins Visier

Publiziert am 19.September.2012 von Abraam Kosmidis

Griechenland nimmt Auslandsüberweisungen ins Visier

Die Steuerbehörden in Griechenland schreiten zur rückwirkenden Überprüfung aller seit 2009 getätigten Auslandsüberweisungen von über 100.000 Euro.

Nahezu 7.5 Milliarden EURO wurden aus Griechenland durch 3.000 griechische Bürger, die mitunter die höchsten Überweisungsbeträge tätigten, in den Jahren 2009 – 2011 ins Ausland transferiert. Die Namen der betroffenen Geldanleger, auf welche sich die Untersuchungen der Steuerfahndung vorrangig konzentrieren werden, sind allesamt auf einem elektronisch aufbereiteten Datenträger enthalten, der insgesamt 54.000 Namensangaben von natürlichen Personen umfast, die in dem benannten Zeitraum Geldüberweisungen von jeweils über 100.000 € ins Ausland tätigten.

Gemäß Informationsquellen der griechischen Steuerfahndung (S.D.O.E) soll laut Angaben der Tageszeitung "TA NEA“ der Durchschnittsbetrag der höchsten Auslandsüberweisungen bei ca. 2.5 Mio. Euro liegen. Aufgrund des erheblichen Zeitaufwandes der benötigt wird um sämtliche der behördlich registrierten Namen vorzunehmen, die Überweisungen von jeweils über 100.000 Euro tätigten, wurde beschlossen, die Überprüfungen zunächst primär auf die "oberen" 3.000 Namen zu konzentrieren. (mehr …)


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