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Veranstaltungsbericht des DAV Griechenland

Publiziert am 16.Dezember.2011 von Abraam Kosmidis

Am 09.12.2011 fand im Kanzleigebäude der Anwaltsgesellschaft Kosmidis & Partner, Angelohori - Thessaloniki nun die zweite Vortragsveranstaltung des DAV Griechenland unter dem Motto "Deregulierung des Anwaltsberufes. Eine Chance für innovative Änderungen?" statt.

Das Thema der Veranstaltung ist in Griechenland aktueller denn je, da das bestehende griechische Berufsrecht kaum modernisiert oder dereguliert wurde. Die drei Vorträge beschäftigten sich mit der berufsrechtlichen Situation der Anwälte in Deutschland, Griechenland und Großbritannien. Dies ermöglichte anschließend einen Vergleich der teils sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den drei Ländern. Zu der Veranstaltung erschienen ca. 40 Kolleginnen und Kollegen aus Thessaloniki und Athen.

Herr Abraam Kosmidis, Rechtsanwalt und Dikigoros, Geschäftsführer und Senior Partner der Kosmidis & Partner Anwaltsgesellschaft und stellvertretender Vorsitzender des DAV Griechenland, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung. Sodann übergab er das Wort dem Kanzler und ständigen Vertreter des Deutschen Generalkonsuls in Thessaloniki, Herrn Klaus Bormann, der eine flammende Rede zu den deutsch-griechischen Beziehungen der letzten beiden Jahrhunderte hielt.

Herr Klaus Bormann, Kanzler und ständiger Vertreter des deutschen Generalkonsuls in Thessaloniki
Herr Klaus Bormann, Kanzler und ständiger Vertreter des deutschen Generalkonsuls in Thessaloniki (mehr …)


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Deregulierung des Anwaltsberufes in Griechenland

Publiziert am 10.November.2011 von Abraam Kosmidis

Deregulierung des Anwaltsberufes - Vortragsveranstaltung des Deutschen Anwaltsvereins Griechenland am 09.12.2011

Deutscher Anwaltsverein Griechenland

Der Deutsche Anwaltverein Griechenland (DAV Griechenland) hält  in Zusammenarbeit mit der Anwaltsgesellschaft Kosmidis & Partner am Freitag, den 09. Dezember 2011 eine Vortragsveranstaltung  zu dem Thema

«Deregulierung des Anwaltsberufes. Eine Chance für innovative Änderungen?»

Die Veranstaltung findet in den Büroräumen der Anwaltsgesellschaft  Kosmidis & Partner in Angelochori – Nea Michaniona, Byzantiou Str. 10, PLZ. 57004 um 18.00 Uhr statt.

Es erfolgt eine vergleichende Darstellung des deutschen und griechischen Standesrechts und der jeweiligen Entwicklung der letzten Jahren in den beiden Ländern statt. Ferner werden die Notwendigkeit, Chancen und Innovationsmöglichkeiten für eine weitere Deregulierung des Anwaltsberufs in Griechenland abgehandelt.

Alle deutschen und griechischen Kollegen Rechtsanwälte / griechische Anwälte sind zu dieser (kostenlosen) Veranstaltung herzlich eingeladen.

Das genaue Programm der Veranstaltung wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Für weitere Rückfragen bzw. Zusagen bitten wir um entsprechende  Benachrichtigung bis zum spätestens  02.12.2011 entweder per E-Mail an  info@rechtsanwalt.gr, oder per Fax  an die Nr. 23920 57619 oder telefonisch unter der Nr.: 23920 57619.


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Finance Monthly Law Awards 2011 für Rechtsanwälte Kosmidis & Partner

Publiziert am 5.Mai.2011 von Abraam Kosmidis

Kosmidis and Partners wurde mit der “Finance Monthly Law Awards 2011” als Anwaltsgesellschaft des Jahres in Griechenland für Immobilienrecht ausgezeichnet.

Finance Monthly Law Awards 2011

Die Auszeichnung ist das Ergebnis einer Wahl, welche von “Finance Monthly” durchgeführt wurde und an welcher über 36,000 Wähler teilnahmen. Darunter befinden sich viele multinational operierende Unternehmen teil.


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Focus-Artikel über Griechenland hat gerichtliches Nachspiel

Publiziert am 27.April.2011 von Abraam Kosmidis

13 Journalisten des deutschen Magazins FOCUS werden sich wegen eines Anfang 2010 publizierten Artikels über Griechenland vor der griechischen Justiz verantworten müssen.

Am 24.2.2010 berichteten wir in unserem Blog über den im Magzin "Focus" (Ausgabe 08/10)  erschienen Artikel über Griechenland mit dem Titel "Betrüger in der Euro-Familie" nebst der auf der Titelseite dieser Ausgabe abgebildeten Aphrodite von Milos mit einem erhobenen Mittelfinger. Dieser Artikel wird nun ein gerichtliches Nachspiel in Griechenland haben.

Im Juni 2011 werden sich 13 Journalisten des Magazins "Focus" für den Artikel und die Abbildung vor einem griechischen Gericht verantworten müssen, denn es wurde von einer Gruppe griechischer Rechtsanwälte Strafanzeige eingereicht. Die Verhandlung findet vor der dreigliedrigen Strafkammer in Athen statt, Anklage wurde wegen Verleumdung, übler Nachrede durch die Presse, Verunglimpfung des griechischen Staates und seiner Symbole, sowie wegen Beleidigung erhoben. (mehr …)


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Zweimal Gold in Berlin für Weine des Weinguts Nico Lazaridi

Publiziert am 5.April.2011 von Abraam Kosmidis

Gleich zwei griechische Spitzenweine des Weingutes Nico Lazaridis aus Drama / Nordgriechenland wurden bei der „Wine Trophy Berlin 2011“ mit Gold ausgezeichnet. Es handelt sich um den Weißwein „Chateau Nico Lazaridi white“ Vintage 2010 und um den „Rosé Nico Lazaridi“.

Wine Trophy

Weingut Nico Lazaridi in Griechenland


Umfangreiche Informationen zum Weingut, dem Produktkatalog etc. bietet die Internet-Präsenz unter Weingut Nico Lazaridi in Griechenland.


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Auszeichnung des Athener Flughafens „Eleftherios Venizelos“ zum Flughafen des Jahres 2010 bei der Doha Aviation Konferenz in Khatar

Publiziert am 23.November.2010 von Abraam Kosmidis
Als Flughafen des Jahres 2010 wurde der internationale Flughafen von Athen "Elefthérios Venizélos" unter den  Führenden  der Luftfahrtunternehmen  ausgezeichnet.Diese bedeutende Auszeichnung wurde im Rahmen der jährlichen  Konferenz  der Luftfahrtgesellschaften der Doha Aviation Summitin Katar verliehen. Eine Anerkennung für den sehr guten Service gegenüber Kunden und Passagieren, sowie für das leistungsstarke Geschäftsmodel und die Wettbewerbsfähigkeit.Der internationale Flughafen von Athen unterschied sich von anderen bedeutsamen Flughäfen weltweit durch seine hervorragende Funktion, die Qualität der Dienstleistungen, die Innovation und Initiative im Gebrauch neuester Technik, sowie für den Unternehmungsgeist und die Entwicklungsstrategie. (mehr …)
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Griechisch für Fortgeschrittene

Publiziert am 22.November.2010 von Abraam Kosmidis

Von ALEXANDROS STEFANIDIS

Herr A. Stefanidis hat in der Süddeutschen Zeitung (Heft 38/2010) einen erfrischenden Beitrag über „den Fall Griechenland“ publiziert. Nach einem Heimaturlaub findet er, dass es höchste Zeit ist, einiges nach der harten Kritik, insbesondere der deutschen Medien (zB verschiedene Beiträge im Focus „Betrüger der Eurofamilie“, im Stern, der FAZ, in der Bild), gerade zu rücken. Hier der Link zu dem Beitrag.

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/34713



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Fund bedeutender Bodenschätze in Griechenland

Publiziert am 22.November.2010 von Abraam Kosmidis

Im Schatten der noch in Griechenland anhaltenden Krise reiht sich neben der weltweit als positiv empfundenen finanzpolitischen Entwicklung des Landes erneut der Fund von Bodenschätzen in Griechenland in den Vordergrund der Berichterstattung. Das gesteigerte Interesse ist vor dem Hintergrund der zu erwartenden finanzökonomischen Auswirkungen mehr als berechtigt und setzt aus denselben Gründen selbst die griechische Regierung unter Handlungsdruck. Erst kürzlich hat die Energieministerin Frau Birbili angekündigt, dass eine zweigliedrige Kommission, bestehend aus den zwei Ministern des Außen- und Verteidigungsministeriums,  gebildet wird, um kurzfristig zu entscheiden, wann ein öffentlicher Träger zur Verwaltung der Bodenschätze in Griechenland gegründet wird.

In diesem Jahr wurden drei Studien eines Geologischen Institutes mit Sitz in Houston/Texas angefertigt, welche insbesondere zu folgenden Erkenntnissen gelangt sind:

  • Die Gesamtmenge der in Griechenland vorhandenen Reichtümer an Bodenschätzen  würden einen Schuldenabbau Griechenlands innerhalb von zwei Jahren erlauben
  • Die Vorkommnisse von Erdöl und Erdgas in Griechenland liegen nicht in den sog. Grauen Zonen, so dass keine nachbarstaatlichen Interessen tangiert sind
  • Es handelt sich um insgesamt drei große Zonen, in denen die Existenz von Bodenschätzen festgestellt werde, zum einen nordwestlich von der Insel Kerkyra, ferner östlich von Kreta bis hin zur Insel Kasteloriso und schließlich im Großraum zwischen Zypern und Lybien

Bereits im Jahre 2008 ist die international bekannte norwegische Gesellschaft TGF-MoR auf die griechische Regierung des früheren Premierministers Karamanlis zugegangen, um die Genehmigung zur Durchführung von Recherchen in den betreffenden Gebieten zu erwirken. Ziel der Unternehmung war die Durchführung kostenfreier Recherchen zur Lokalisierung der genauen Punkte der Quellen.  Aufgrund der poltischen Gegebenheiten im Lande, wie der damalige Energieminister erklärte, sah sich die griechische Regierung jedoch nicht imstande, einen entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen.     

Die derzeitige Regierung, welche im Laufe dieses Jahres ebenfalls von den Norwegern auf die Thematik aufmerksam gemacht wurde, schließt die Erteilung einer Genehmigung zur Durchführung von Recherchen nicht aus. Eigenen Erklärungen zufolge macht das zuständige Ministerium die Gründung eines öffentlichen Trägers zur Verwaltung der Bodenschätze in Griechenland primär von außen- und verteidigungspolitischen Faktoren abhängig. 

Die weitere Entwicklung bleibt damit abzuwarten und stellt ohne Frage einen sehr brisanten Aspekt dar. Allein der Umstand, dass die Existenz und Nutzung solcher Bodenschätze das eigene Land aus der Krise führen und insgesamt die finanzpolitische Lage in ganz Europa stabilisieren könnte, lässt nicht nur eine ganze Nation hoffen, sondern eröffnet ganz Europa einen wirkungsvollen und schnellen Ausweg aus der Krise. Nur darf eine solche Gelegenheit nicht wieder einseitig in den Interessenmittelpunkt einiger weniger oder einzelner Staaten rücken. Selbst geostrategische und verteidigungspolitische Gesichtspunkte müssen mit der Hilfe unserer Partnerstaaten in Europa im Interesse und Gemeinwohl aller Europäer zu diesem Zweck überwunden werden.     


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Gründung des deutschen Anwaltvereins DAV in Griechenland

Publiziert am 21.April.2010 von Abraam Kosmidis

Logo DAV

Gründung des deutschen Anwaltsvereins DAV in Griechenland

Am 17. März 2010, fand um 14.30 Uhr die Gründungsversammlung des deutschen Anwaltsvereins DAV Griechenland in der Deutschen Botschaft in Athen-Kolonaki statt.

Hierzu fanden sich 36 Anwälte, welche im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr tätig sind, ein.

Zweck des Vereins ist die Wahrung, Pflege und Förderung aller beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der deutschen Rechtsanwaltschaft in Griechenland, als auch die Förderung des beruflichen Austausches zwischen den Rechtsanwälten und Dikigori, insbesondere durch   Förderung von Rechtspflege und Gesetzgebung, sowie der Aus- und Fortbildung, der Pflege des Gemeinsinns und des wissenschaftlichen Geistes der Anwaltschaft.

Sein Ziel ist die Zusammenfassung aller deutschen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Griechenland, der Dikigori in Deutschland, sowie  der Dikigori in Griechenland, die regelmäßig im grenzüberschreitenden  Rechtsverkehr mit Deutschland tätig sind und der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland, die regelmäßig im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr mit Griechenland tätig sind.

Interimsvorstand des DAV

Der Interimsvorstand von links nach rechts: Herr A. Panoutsopoulos, M. Laux, Dr. G.Karamanidis, Frau I.Laux, Frau I. Nikas-Theissen, Herr Prof. K.Roussopoulos und A. Kosmidis

Zwischen deutschen und griechischen Juristen bestehen traditionell lange Beziehungen. Die beiden Rechtsordnungen sind in vielen Bereichen eng miteinander verbunden.

Neben der Verabschiedung der Gründungssatzung wurde auch der Interims-Vorstand des DAV in Griechenland gewählt. Herr Michael Laux übernahm dabei das Amt des Vorsitzenden, Frau Irene Laux wurde zur Schriftführerin / Medienbeauftragten gewählt,  Herr Professor Kleanthis Roussos bekleidet das Amt des Schatzmeister, Herr Abraam Kosmidis, Herr Alexis Panoutsopoulos, Herr Dr. Georgios Karamanidis und Frau Irene Nikas – Theisen wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden bestellt.

Nach dem Beschluss der Gründungsssatzung sowie der Wahl des Interimsvorstands sprach auch der deutsche Botschafter dem Verein seine Glückwünsche aus.


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Deutschland quo vadis ?

Publiziert am 26.März.2010 von Abraam Kosmidis

In der EU verschärft Deutschland den Ton gegenüber seinen Partnern und Freunden. Die Kanzlerin blieb gestern jedenfalls hart und beharrte auf ihre Position. Das kann einerseits mit den anstehenden Landtagswahlen in NRW in Zusammenhang stehen, andererseits auch mit den eigenen finanziellen Problemen. Auch mag befürchtet werden, dass man im Falle der Unterstützung Griechenlands unerwünschte Signale für andere verschuldete Staaten setzen würde.

Obwohl man als das Land mit den höchsten Exporten durch die Abschaffung der Handelszölle und der Vereinfachung des freien Warenverkehrs in der EU am meisten profitiert, wird auf die strikte Einhaltung der Maastricht-Kriterien gepocht, während die hohen Exporte Deutschlands bei seinen Handelspartnern immer mehr zu negativen Handelsbilanzen und damit zur Notwendigkeit der höheren Neuverschuldung führen.

Unter dem Motto: „wer die Maastricht-Kriterien nicht einhalten kann, der soll aus der Eurozone hinausgeworfen werden können“. Damit wird der Gedanke der Solidargemeinschaft innerhalb der EU kurzerhand zu Grabe getragen. Wer nicht mithalten kann, fliegt raus. Als weitere Forderung erklang, dass man hierzu die Lissabon Verträge ändern müsse. Dies führt zwangsweise zur  Beschädigung des europäischen Gedankens und stellt ein Abrücken von den ursprünglichen Grundsätzen dar, zu welchen sich auch Deutschland bekannt hat.

In diesem Zusammenhang ist auf den Artikel in der FAZ.NET „Merkels neue Spielregeln für Europa“ hinzuweisen:

https://www.faz.net/s/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F/Doc~E433EB5C51C36405DB15B1F69321324AC~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Man ist geneigt sich zu fragen, ob Deutschland seine Zukunft überhaupt noch in einem großen Europa sieht, oder ob Europa mittlerweile lediglich eher eine lästige Bürde darstellt, welche man nach Erreichen seiner nationalen Ziele am liebsten wieder abstreifen würde.

Da kommt die Griechenland Krise natürlich gerade recht um einerseits von den eigenen politischen Problemen abzulenken und sich andererseits über überzogene Härte in der EU zu profilieren bzw. die Weichen für eine Neuausrichtung der EU zu stellen.

Unter dem Motto:  „Wir brauchen euch nicht (mehr), aber ihr braucht uns“, sollen die Spielregeln in der EU neu definiert werden. Dabei wird offenbar völlig verkannt, dass die auf die Exporte beruhende Stärke Deutschlands nur solange Bestand haben kann, wie andere Länder a) bereit sind deutsche Waren zu kaufen, aber darüber hinaus b) finanziell hierzu auch in der Lage bleiben, dies zu tun.

Was von Griechenland aktuell verlangt wird, entspricht in etwa der Quadratur des Kreises bzw. folgender Forderung: „Du hast zwar kein Geld, aber du musst deine Schulden trotzdem um zig Milliarden abbauen, damit du in der Euro Zone bleiben darfst. Darüber hinaus darfst du dich aber auch kaum neu verschulden, weil du gleichzeitig die Maastricht Kriterien des Stabilitätspaktes einhalten musst. Wir werden dir aber auch nicht dabei helfen, deine Finanzen durch die Aufnahme von günstigen Krediten in Ordnung zu bringen.“

Das ist schlicht unmöglich ! Diese Bedingungen können so überhaupt nicht von allen Ländern der Euro Zone erfüllt werden“. Vielleicht ist das ja aber auch genau der Zweck der Forderung.  Nicht umsonst erklingen die Rufe, dass Griechenland raus soll aus der Euro-Zone. Da ein Hinauswurf nach der derzeitigen Rechtslage nicht möglich ist, soll möglicherweise durch die Aufstellung unmöglich zu erfüllender Forderungen ein freiwilliger Abgang erzwungen werden. Sollte sich diese Position durchsetzen, wird Griechenland nicht das letzte Land sein, welches dann aus dem Währungsverbund ausscheiden müsste.

Auch erweist sich die Abschiebung Griechenlands an den IWF Fonds als äußerst problematisch und schädlich für den Euro und Europa, denn es wird signalisiert, dass die EU nicht einmal in der Lage ist, die Krise eines Landes, welches gerade einmal ca. 2% des Bruttosozialproduktes ausmacht, selbst in den Griff zu bekommen.  Herr Trichet war hierüber sichtlich verärgert. Mit dem Verweis Griechenlands an den IWF hat die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel eine neue Eskalationsstufe im Kampf gegen die anderen Europäer eingeleitet. Was soll eigentlich einmal geschehen, wenn der Euro und Europa auf eine größere Krise zusteuert ? Das wäre dann wohl das Ende des Euros und des europäischen Gedankens dazu. Diese Signale aus Berlin sind deshalb nicht nachvollziehbar und lediglich nur unter dem Hintergrund eigener finanzieller und politischer Probleme überhaupt noch  zu erklären.

Glücklicherweise werden die Ansichten der aktuellen Regierung Deutschlands in dieser Frage jedoch von den überwältigenden Mehrheit der übrigen europäischen Länder offenbar nicht geteilt. Die meisten EU-Regierungen - und im Übrigen auch Herr Schäuble – sehen in der Involvierung der Washingtoner Behörde nämlich eine Bankrotterklärung Europas. Viele EU Länder und Mitglieder der Euro Zone sind über diese starre Position Deutschlands deshalb verärgert. Das griechische Schuldenproblem hätte von der EU intern gelöst werden müssen. Zudem fürchtet die Europäische Zentralbank (EZB) zu Recht um ihre Unabhängigkeit, falls der IWF Einfluss auf die europäische Haushaltspolitik bekommen sollte.


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