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Verpassen deutsche Unternehmen den rechtzeitigen Einstieg in den griechischen Markt?

Publiziert am 26.Juni.2014 von Abraam Kosmidis

Griechische Unternehmen haben im Jahr 2013 ca. 6,2 Milliarden Euro Investmentkapital angezogen

  • in einem Rezessionsklima sind im Jahr 2013 eine Reihe wichtiger Übernahmen und Fusionen in Höhe von 3,3 Mrd. Euro abgeschlossen worden
  • die Umstrukturierung der Bankenbranche und die Privatisierungen haben die Übernahmen und Fusionen entscheidend vorangetrieben
  • Die drängenden Umstände im inländischen Bankgewerbe haben die größten griechischen Unternehmen dazu getrieben, Finanzierungen direkt bei den internationalen Finanzmärkten durch Ausgabe von Anleihen nachzufragen
  • Im Jahre 2013 sind ca. 2,85 Mrd. Euro durch die Emission von internationalen Staatsanleihen zu Zinssätzen zwischen 2,4% und 9,8% generiert worden
kreis

Der öffentliche Sektor in Richtung einer Erholungsphase

  • Das Haushaltsniveau hat sich durch die Erzielung eines Primärüberschusses in 2013 wesentlich verbessert, während die Strukturreformen weiter fortdauern (Steuerverwaltung, Sozialversicherungsträger usw.) oder bereits abgeschlossen worden sind
Griechenland – Haushaltsanpassung SchätzungenkurveEE17 – Konjukturbereinigte Primärbilanz (% BIP) Griechenland - Konjukturbereinigte Primärbilanz (% BIP) Griechenland – Gesamtstaatliche Bilanz (% BIP) Griechenland – Gesamtstaatliche Primärbilanz (% BIP)Quelle: Nationales Statistisches Amt, IWF, Nationale Bank Griechenlands
  • Die Anwendung des mittelfristigen Stabilisierungsprogramms hat zur Stärkung der Markterwartungen beigetragen, indem die Liquidität und der allgemeine Verlauf in Bezug auf die griechische Wirtschaft verbessert worden ist
Handelsbilanz (% des BIP)Schätzungen   1,4%balckenQuelle: Nationales Statistisches Amt, IWF, Nationale Bank Griechenlands

positiven Nachrichten

  • In 2014 ist ein Anstieg des BIP zu erwarten. Gemäß den aktuellen Einschätzungen wird sich die reale Jahreswachstumsrate in 2014 auf 0,6% belaufen und der Durchschnitt für die Jahre 2015 bis 2018 wird einen Anteil von 2,3 % annähern
in Mil. € kurveQuelle: Economist Intelligence UnitNach Angaben des IWF ist infolge der zunehmenden Investitionen in 2016 mit einem Anstieg
  • des zyklischen Aufschwungs von 3,7% (wobei sowohl der Nachholbedarf {pent-up demand} als auch neue Möglichkeiten verwertet werden)
  • der Nettoexporte (mit Reflexion einer weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit) und
  • des privaten Endverbrauchs (nach dem Aufstieg des Realeinkommens) zu rechnen.
Reales BIP                                                                             SchätzungenkurveQuelle: Europäische KommissionRückgewinnung des Vertrauens in die griechische WirtschaftRendite der StaatsanleihenpsiRendite von Staatsanleihen (10-jährig)
April 2013April 2014Änderung
Griechenland11,25%6,14%-511
Deutschland1,26% 1,50%+ 24
Spanien4,69%3,18%-151
Italien4,32%3,20%- 112
Portugal6,28%3,94%-234

Quelle: Bloomberg

  • Die griechischen Staatsanleihen haben eine höhere Rendite im Vergleich zu anderen Peripherieländern der Eurozone erzielt
  • Die griechischen Rendite hat im Zeitraum von 2010 bis 2012 erstmalige Werte erreicht und ist wieder im April 2014 auf das Niveau von 2010 zurückgekehrt
  • Die Rendite von Unternehmensanleihen ist im entsprechenden Zeitraum ebenfalls auf einen tiefen Stand gefallen, wodurch die Wiederherstellung des Vertrauens der Anleger widerspiegelt worden ist
Rendite von internationalen UnternehmensanleihenRenditerenditeQuelle: Bloomberg Aktuelle Anschauungsbeispiele für die Wiederherstellung des Vertrauens beispiel Die Mehrheit der Transaktionen betrifft  die Umstrukturierung der Banken und die Privatisierungen
  • Zwei Transaktionen der „Piräus Bank“ beziehen sich auf die tiefgreifende Umstrukturierung der Bankenbranche in Höhe von 924 Mil. Euro
  • Zwei weitere Transaktionen betreffen Aktiengesellschaften für Investitionen auf Immobilienbeständen (817 Mil. Euro), und insbesondere Banken
  • Zwei Transaktionen sind Privatisierungen in Höhe von 842 Mil. Euro und betreffen die Glückspiel-Industrie (OPAP, Griechische Lotterie)
  • Zwei Transaktionen stammen aus dem Energiebereich
 Kontinuierliche Abnahme der Übernahmen & Fusionen zwischen 2008 und 2012 und Beginn des Aufschwungs in 2013grafik
  • Die finanzielle Lage Griechenlands seit 2009 hat den Umfang und die Anzahl der Transaktionen negativ beeinflusst
  • Der Transaktionsdurchschnitt ist wieder angestiegen und nähert sich den Werten von 2010 an
 Die Rekapitalisierung der griechischen Banken ist in 2013 abgeschlossen worden, wodurch der Europäische Stabilitätsmechanismus bedeutungsvolle Beteiligungsanteile an allen systemischen Banken erhalten hat 
Lfd. Nr.AnkündigungBeschreibung der TransaktionTransaktionswert (Mil. €)Beteiligung desESM (%)
1JuniNationalbank Griechenlands Α.G.8.67784,4%
2JuliPiräus Bank Α.G.6.9858ι,ο%
3AprilEurobank Ergasias Α.G.5.83998,6%
4MaiAlpha Bank Α.G.4.02183,7%
                                                                                                                                             25.522

gleichung

 Griechische Unternehmen haben in 2013 sechs internationale Anleihen ausgegeben 
  Lfd. Nr.                  EmittentAusgabemonat   Laufzeit (Jahre)Kupon (%)Wert (inMrd. € )S&P Bewertung
1Coca-ColaHBCFinanceJuni72,375800BBB+
2OTE PLCFebruar57,87700BB-
3HellenicPetroleum FinanceMai48,00500Nicht verfügbar
4IntralotAugust59,75325B+
5SB Minerals FinanceAugust79,25275B+
6Frigoglass FinanceMai58,25250BB-
Summe2.850
 Quelle: Bloomberg Künftige Entwicklung von Übernahmen & Fusionen ab 2014 entwicklung fusion  fusion dfi 


Die günstige Marktlage für den Erwerb griechischer Immobilien und ein Blick nach Deutschland

Publiziert am 26.Juni.2014 von Susanna Platzer

Schuldenkrise reißt griechischen Immobilienmarkt in den Abgrund

Die Finanzkrise sowie die hohe Überschuldung Griechenlands haben signifikante Folgen nicht nur auf die wirtschaftliche Entwicklung und auf dem Arbeitsmarkt. Denn gerade der heimische Immobilienmarkt ist in den vergangenen Jahren stark unter Druck geraten. Vielen Haushalten fehlen die finanziellen Mittel für den Erwerb von Wohneigentum, während sich andere angesichts der prekären finanziellen Lage zum Verkauf ihres Eigenheims gezwungen sehen - und dies weit unter Marktpreis. Vermögende Griechen legen ihr Geld derweil lieber in Schweizer und deutschen Immobilien an, da sie ihr Kapital dort sicher vor dem Zugriff der griechischen Steuerbehörden wähnen. Auf Druck der EU hat sich unlängst auch die Regierung zur Ausgabenkürzungverpflichtet und möchte sich von Grundstücken aus Staatsbesitz trennen, um auf diese Weise die leeren Staatskassen zu füllen. Hierdurch eröffnen sich für Privatleute, die am Erwerb eines Feriendomizils in dem südeuropäischen Land interessiert sind, attraktive Chancen. Denn angesichts des großen Angebots an griechischen Immobilien sind deren Preise zuletzt deutlich eingebrochen. Auch in den kommenden Monaten wird die Nachfrage mit dem Angebot kaum Schritt halten können, so dass mit einem weiteren Preisrückgang zu rechnen ist. Eine Trendwende ist auch nach Ansicht der Experten derzeit nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: So dürfte die geplante Steuerreform der griechischen Regierung das Überangebot an Häusern und Bauplätzen weitaus deutlicher ansteigen lassen. Denn um die staatlichen Einnahmen zu erhöhen, liebäugelt die Regierung mit einer höheren Besteuerung für Grund und Besitz. Deshalb ist bereits jetzt absehbar, dass viele Einheimische rechtzeitig eigene Grundstücke und Immobilien veräußern werden - eine Entwicklung, die längst Einzug gehalten hat...Lesen Sie den ganzen Artikel auf www.griechenland-immobilie.de
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Große internationale Investoren zeigen hohes Interesse an griechische Anleihen

Publiziert am 23.Juni.2014 von Abraam Kosmidis
Laut einer Ansage der Agentur Bloomberg, vertrauen die größten Investoren der Welt griechischen Staatsanleihen, nachdem sie unter dem Druck der sehr niedrigen Renditen in Europa stehen. Danach brachten die griechischen Staatsanleihen seit Beginn dieses Jahres bis zum 16. Juni einen Gewinn von 30% ein.Das Portfolio des amerikanischen Finanzunternehmens Prudential Financial verfügt über griechische Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren, die britische Investmentmanagergruppe Jupiter Asset Management erhöhte ihre Positionen in griechischen Wertpapieren ab Oktober, während der weltweit aktive Vermögensverwalter Fidelity Worldwide Investment laut Bloomberg stetig größere Positionen im letzten Halbjahr aufbaut.Griechenland ist im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone mit den schwierigsten Problemen konfrontiert, doch hat das Land laut Aussagen des Strategen der Prudential Financial zwei Vorteile auf dem Anleihemarkt zu bieten:
- der relative Wert der griechischen Anleihen ist attraktiv und - ihre Laufzeit ist vorteilhaft
Griechenland hat nach vier Jahren erstmals wieder Anleihen mit fünfjähriger Laufzeit am Kapitalmarkt zu einem Wert von insgesamt drei Milliarden Euro verkauft, wobei sich die Gebote der Anleger auf mehr als 20 Milliarden Euro summierten und die Emissionen damit mehrfach überzeichnet waren. Die Rendite der Anleihen der Eurozone ist seitdem auf Rekordwerte gesunken, zumal die Europäische Zentralbank (EZB) ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft der Zone und zur Deflationsbekämpfung eingereicht hat.Die durchschnittliche Rendite der Staatsanleihen der Eurozone fiel am 9. Juni auf den historischen Tiefstand von 1,3992%,, und stieg am 16. Juni gemäß der Bank of America Merrill Lynch auf 1.3576%.Das Anlegervertrauen in Griechenland ist jedoch keinesfalls gesichert, zumal die Preise der 10-jährigen Anleihen zum ersten Mal nach vier Monaten im Mai einen Rückgang verzeichnet haben, unter Bedenken, dass die Regierungskoalition an Unterstützung verlieren und ihre Möglichkeit zur Anwendung von Sparmaßnahmen untergraben werden würde.
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The National Growth Model of Greece: an attempt to reignite the Greek economy

Publiziert am 16.Juni.2014 von Abraam Kosmidis

How Greece reached the “edge of the hill”

Europa GriechenlandBefore the outbreak of the financial crisis in 2009, the growth rates in Greece were very high – the average rates of growth were significantly higher than the European Union average. The crisis unveiled that this development was not real and it was financed by external public sector borrowing. This extensive borrowing led to the gradual increase of the fiscal deficit (the public debt reached the highest level in Europe – almost 120% of the GDP).As a result, Greece could no longer borrow from the international capital markets and it was made clear that from that point the European Union (EU), the European Central Bank (ECB) and the International Monetary Fund (IMF) could finance the needs of Greece. The support of these 3 institutions was supplied under the presupposition that the country would implement very radical structural reforms which often came at an enormous social cost. Indeed, numerous structural reforms were adopted during the last four years in order to return to a sustainable growth path. According to the data provided by the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), Greece has implemented the largest fiscal adjustment programme compared to the member countries of the OECD.Due to this programme, the Greek economy is showing again some encouraging signs of development. For the first five months of 2014, there was a primary budget surplus of 711 million Euros (with the target being 208 million Euros). The situation for the same last year was completely opposite: there was a deficit of 970 million Euros. In 2013, Greece had the lowest inflation rate in the eurozone and the consumer price inflation turned negative in March 2013. Unemployment rate shows signs of stability, even though it remains at unacceptably high levels (jobless rate remained stable at 27,8% for the first three months of the year compared to the same period of last year).

The National Growth Model of Greece

The political model upon which the economy of Greece was based prior to the crisis, it is now obsolete. The policies followed for more than 30 years were responsible for the creation of a large and inefficient public sector with overlapped responsibilities and huge bureaucracy. Furthermore, the complicated tax system and the numerous laws were some of the barriers that deterred businessmen from investing in Greece.If Greece wants to have a more extrovert economy and a more business – friendly environment that appeals new investors, it is imperative to change its strategy and deliver a new model that guarantees a viable economic growth.The Greek government developed a new National Growth Model (NGM) which exploits some of the country’s comparative advantages: geography, climate, culture, human and natural resources.The NGM - which was presented by the Greek Prime Minister Mr Samaras two weeks ago- will try to develop even further the following economic activities:
  • Tourism: it accounts for more 15% of the Greek GDP. The Greek government aims to increase this contribution. In order to do so, it is necessary to: a) invest in infrastructure works that will facilitate transportation, b) to exploit the tourist real estate (hotels, resorts, vacation homes, camping areas, etc), c) improve connectivity within the country – e.g. the airports costs in some of the airports are very high preventing tourists from entering specific tourist places. The tourist period should not be concentrated only in summer months but it can be expanded throughout the whole year. The overall aim is to provide for a quality tourist product that will make the tourists to spend more money on the local economies.
  • Energy: The primary aim is to establish a robust national energy strategy that will set the following targets:  eduction of CO2 emissions, improvement of energy efficiency in buildings, exploitation of renewable sources.
  • Agro-food industry and food processing: Greek land offers a great variety of products with high nutritional value. Greece could have exploited this asset and could have penetrated foreign markets. Instead of that, the European markets sell a limited percentage of Greek products (only 2%, when the penetration of Italian or Spanish products is 10% and 13% respectively). It is important to deliver a strong product exports strategy that will standardize and modernize the food processing procedures (production, packaging) and secondly it will ensure a long-lasting presence at foreign markets.
  • Logistics: Greece is a perfect logistics hub due to its geographical position. A national logistics strategy is already being developed. It will simplify the procedures related to the logistics activity, making easier the relative businesses to invest in the country.
  • Pharmaceuticals: The Greek pharmaceutical industry produces generic drugs. It is a strong player that is ranked within the TOP 5 of manufacturing sub-sectors in terms of exports. Greece aims to withhold this position by promoting policies that help innovation (e.g. access to low cost financing or tax facilitation).
  • Research and Development (R&D), innovation: Provision of economical incentives for activities related to this field would make Greece the R&D center of the wider area.
  • Construction materials industry: this economic activity is highly related to other sector such as energy, infrastructure, R&D
  • Shipping: it is clear that if Greece wishes to maintain its leading position in international maritime, it is necessary to establish an active shipping center responsible for providing solutions and incentives.
  • Tradable sector: Greece can take advantage of the fact that its labour force is very well qualified and it can become a regional center for the provision of the specialized services in the wider Balkan and Eastern Europe area.
The Greek government has developed the National Growth Model aiming to reinforce the competitiveness of the economy, and to create an investment – friendly environment. None model can be elaborated unless some important policies are primarily adopted. So, the Greek government is already implementing the following policies:
  • Fiscal consolidation: this effort is continuous ever since the outbreak of the crisis.
  • Re-organisation of the public administration and elimination of corruption: there is an on-going effort to reduce the size of the public sector and to fight corruption phenomena.
  • Improvement of tax policy: The targets to be achieved are: decrease the corporate taxation, further cuts in Social Security contributions, reduction of taxes for specific economic activities like R&D, innovation, energy projects.
  • Improvement of the justice system: The justice reform that is currently taking place, will lead to the acceleration of the justice award, because the judicial procedures will be rationalized.
  • Privatizations of the public properties: the expected revenues will be used to reduce the public debt.
  • Creation of a favorable investment climate and facilitation of the international trade. This is the most important policy adopted by the Greek government towards its ambition: appeal new investors mainly from abroad. It includes some actions such as simplification of licensing procedures, simplification of taxation for businesses, and establishment of the institution “Enterprise in Greece”.
The crisis was an opportunity for the Greek policy makers to realize that the policies from the past could no longer be applied. The only viable way that leads to real economic growth is the radical change of the old economic model. The National Growth Model proposes a new way that things should be done regarding the major pillars of the Greek economy. This new model will be successful, if and only, if it eventually achieves two things: reinforcement of the competiveness of the Greek economy and creation of a business – friendly environment in the country.
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